Auf den nächsten Seiten möchte ich einen kurzen Überblick über die Rettungshundearbeit geben.



 

Ich selbst bin seit vielen Jahren Rettungshundeführer. Angefangen bin ich damals mit meinem Hund „Cindy“ beim Deutschen Roten Kreuz. Aus privaten Gründen habe ich nach sieben Jahren in eine Johanniterstaffel gewechselt, wo ich mehrere Jahre tätig war. Mit meinem jetzigen Hund „Fara“ arbeite ich beim ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) in Bremen.

Die Ausbildung zum Rettungshund dauert in der Regel 2-3 Jahre. Sie ist damit sehr zeitaufwendig und mit viel Arbeit verbunden. Das Training findet bis zu viermal wöchentlich statt. Einsätze können natürlich jederzeit vorkommen und als geprüftes Rettungshundeteam hat man eine ganztägige Rufbereitschaft.

Die meisten Einsätze kommen im Bereich der Flächensuche vor. Beispiele dafür sind zum Beispiel die Suche nach einem vermissten Kind, nach einem Unfallopfer, das im Schock fortgelaufen ist, vermisste Pilzsammler/ Jäger und häufig ältere (oft demente) Personen aus Seniorenheimen. Daneben gibt es im Bereich der Trümmersuche die Suche nach verschütteten Personen z.B. nach einer Gasexplosion.

Die gute Nase der Hunde ist technischen Geräten weit überlegen und die Suche mit einem speziell ausgebildeten Hund ist effektiver als bei einer menschlichen Suchkette. So ist ein ausgebildeter Rettungshund in der Lage, einen verschütteten Menschen bis zu einer Tiefe von sieben Metern zu lokalisieren bzw. in der Flächensuche menschliche Witterung über mehrere hundert Meter zu orten.

Neben der Ausbildung des Hundes spielt auch die Ausbildung des Hundeführers eine wichtige Rolle. Alle Hundeführer sind als Sanitätshelfer ausgebildet, um bei gefundenen Personen die medizinische Erstversorgung durchführen zu können. Zudem findet eine Ausbildung in den Bereichen Einsatztaktik, Kartenkunde, GPS, Sprechfunk, Kynologie usw. statt. Nachweise über die Teilnahme an Fortbildungen zu diesen Themen müssen jährlich erbracht werden. Ebenso werden die Rettungshundeteams alle 18 Monate auf einer umfangreichen Prüfung durch ein unabhängiges Richterteam auf ihre Einsatzfähigkeit hin überprüft. Nach dieser Prüfungsordnung richten mehrere große Rettungsorganisationen (DRK, JUH, Malteser, ASB, THW) und diese Prüfung wird auch von der Polizei anerkannt.

 

In den Unterseiten finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Bereichen der Rettungshundearbeit sowie viele Fotos.